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05.05.2020

Der Hundertjährige, der ein Schmiedemeister war

Ein besonderer Geburtstag in der Gettorfer Seniorenwohnanlage. - In den Einrichtungen der Brücke gab es bisher keine Corona-Virusinfektionsfälle. Die Angehörigen werden laufend informiert.

Anders als in krisenfreien Zeiten verlief der Geburtstag von Heinz Eggers in der Gettorfer Seniorenwohnalge Am Park. Gemeinsame Feierlichkeiten sind zurzeit nicht möglich. Anlass genug gäbe es: Der in 1920 in Sechendorf bei Lütjenburg geborene Jubilar fand im August 2017 in der Gettorfer Seniorenwohnanlage seine neue Heimat und feierte hier seinen 100. Geburtstag! Seit 1947 war Heinz Eggers nach seiner Lehre als Schmied im väterlichen Betrieb als selbstständiger Schmiedemeister mit eigenem Unternehmen vielseitig beschäftigt mit der Reparatur und dem Handel von Landmaschinen, noch mit Hufbeschlag und Kunstschmiedearbeiten, mit Stalleinrichtungen und Sanitäranlagen sowie mit dem Fahrrad- und Mopedhandel. Seit 1984 ist er im Ruhestand und freut sich an drei Enkelkindern und fünf Urenkeln.

100. Geburtstag in Gettorf

Im Haus „Am Park“ in Gettorf: Heinz Eggers wurde am 1. Mai 100 Jahre alt

In der Gettorfer Seniorenwohnanlage wie auch in allen anderen Einrichtungen der Brücke gab es bisher keine Corona-Virusinfektionsfälle. In einem Brief an die Angehörigen von Hausbewohner*innen schrieben die Brücke-Einrichtungsleiter*innen am Wochenende: „Wir tun, was wir können, um einer möglichen sozialen Isolation der Bewohner*innen durch ein angepasstes Programm an Aktivitäten und Betreuung entgegen zu wirken.“

Thomas Wittke - Am Park, Büdelsdorf

Thomas Wittke (Büdelsdorfer Seniorenwohnanlage „Am Park“): „Wir danken den Angehörigen für das großes Verständnis, mit dem sie die bisherigen Besucherreglungen mitgetragen haben“.

In dem Schreiben der Hausleitungen heißt es weiter: „Wir sind bemüht, uns immer wieder direkt an Sie zu wenden, um Ihnen über die Situation im Haus und über weitere Maßnahmen zum Schutz der Bewohner*innen zu berichten. An dieser Stelle möchten wir nochmal betonen, dass wir Sie gerne unterstützen, wenn Sie Ihre Angehörigen beispielsweise über das Telefon oder ggf. auch über Videoanruf kontaktieren wollen.“

Zu den wichtigen Maßnahmen, die über die Besucherreglung hinaus ergriffen wurden gehören:

  • der seit Anfang März tägliche eigens eingerichtete Krisenstab, der alle aktuell verfügbaren fachlichen Informationen und die jeweiligen Verfügungen des Landes und des Kreises bewertet und berücksichtigt;
  • die Überwachung des Gesundheitszustands der Bewohner*innen und auch der Mitarbeiter*innen auf Anfangssymptome einer Infektion. Bei vorliegenden Hinweisen werden konsequent entsprechende Tests veranlasst;
  • Schutzausrüstung: Alle Mitarbeiter*innen tragen in Situationen, in denen ein Abstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann, einen Mund-Nasen-Schutz, und werden ständig über alle Vorsichtsmaßnahmen informiert, beraten und geschult und berücksichtigen alle Maßnahmen der Hygiene.
  • Regelungen zu (Neu-) Aufnahmen: Derzeit werden Bewohner*innen in unseren Pflegeeinrichtungen nur nach Prüfung des Infektionsrisikos und nach den geltenden Voraussetzungen in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt aufgenommen. Auch Wiederaufnahmen von bereits aufgenommenen Bewohner*innen aus dem Krankenhaus werden besonders nach den jeweiligen Bestimmungen überwacht.
  • Zutrittsbeschränkungen auch für das Personal, das nicht direkt in der Pflege und Betreuung eingesetzt ist. Anlieferungen und Abholungen im Rahmen der Grundversorgung finden nur über Übergabepunkte außerhalb des Hauses statt. Externe Dienstleister, wie z.B. Fußpfleger*innen oder Physiotherapeut*innen erbringen ihre Dienstleistung nur im zwingend erforderlichen Maße.
  • Begleitung der Bewohner*innen zu einem Arzttermin: Dies geschieht ausschließlich unter Begleitung durch Betreuungskräfte, um ein Zusammentreffen mit anderen Personen zu vermeiden.

Mit der aktualisierter Allgemeinverfügung vom 02.05.2020 hat der Kreis Rendsburg-Eckernförde ermöglicht, das Betretungsverbot der Häuser etwas zu lockern. Dazu wurde „ein Besuchskonzept erstellt und mit dem Gesundheitsamt beraten, damit Sie nach geeigneten Maßnahmen des Infektionsschutzes Ihre Angehörigen wieder sehen können. Grundsätzlich ändert sich, zum Schutz unser Bewohnerinnen und Bewohner nichts an Betretungsverbot unseres Hauses“.

Jedoch können nach vorherigen Terminabsprachen im Rahmen der Besuchskonzepte Besuche ermöglicht werden. Nach Vorgaben des Landes sind die Besuche auf eine/n Besucher*n pro Bewohner*in zu beschränken (wenn erforderlich, z.B. aufgrund der physischen oder psychischen Verfasstheit der/des Besucher*in, maximal eine Begleitperson).

Entsprechend der Größe des jeweiligen Hauses sind nur so viele Besuche zu ermöglichen, dass ausreichend Abstands- und Hygienemaßnahmen sicher eingehalten werden.

Die Besuche werden jeweils terminlich zentral geplant und nach den Wünschen und Belangen der Bewohner*innen vereinbart; ohne telefonische Anmeldung ist ein Besuch nicht möglich. Die Besuchstermine, werden in einem Besucherkalender mit Name, Datum, Uhrzeit und Kontaktdaten der Besucher  festgehalten (Vorgabe des Gesundheitsministeriums).

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