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05.11.2019

Gemeinsam zuhause im Land zwischen den Meeren

Schwimmen lernen als Grundlage für verbesserte Teilhabe

Gestern begann der zweite Durchgang des Projekts „Wasser verbindet Welten“. Im Rendsburger Hallenbad an der Untereider trafen sich Kinder im Grundschulalter mit und ohne Migrationshintergrund, um gemeinsam schwimmen zu lernen. Brücke-Mitarbeiter*innen des Mastbrooker Stadtteilhauses kooperieren bei dem Kursangebot mit den benachbarten Grundschulen. Die Kurse finden jeweils montags und dienstags um 12:30 Uhr statt.

Treffen in der Schwimmhalle - ein Familienprojekt

v. links: Betriebsleiter der Rendsburger Schwimmhalle Jürgen Langmaack, Pädagoge Johannes Baumann, Baran Demir und seine Mutter, Pädagogin Raheleh Rajabi, Lava Safouk, Renate Rohwer (DLRG) und Vater Safouk

„Mit der Erlebnispädagogik am und im Wasser haben wir schon im letzten Jahr so viel erreicht“, berichtet Brücke-Mitarbeiterin Raheleh Rajabi „Der Wunsch, schwimmen zu können, ist größer, als wir ursprünglich gedacht haben. Zudem bieten die Treffen hier in der Schwimmhalle auch eine großartige Gelegenheit für die Erwachsenen. Bei der Begleitung ihrer Kinder lernen sich die Nachbarn kennen. Wir sehen in der Aktivierung der Eltern ein großes Potential.“ Raheleh Rajabi nutzt für die Netzwerkarbeit ihre breiten Sprachkenntnisse in Farsi (Persisch), Englisch und Französisch sowie Grundkenntnisse in Arabisch und Türkisch. - Die Kinder kommen aus den Schulen Neuwerk und Mastbrook. Zehn Kinder können pro Kurs teilnehmen, wobei schon jetzt feststeht, dass aufgrund der hohen Nachfrage die Teilnehmerzahl auf 15 Kinder erhöht werden wird.

Brücke-Projekt erhält erneut Unterstützung durch den Kreis

Die Impulse kommen von den Kindern. So wird aus dem Angebot für sie in der Praxis ein integratives Familienprojekt". - (v. links) Lennart Wulf, stellv. Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses des Kreises mit Brücke-Vorstand Heike Rullmann

Die Betreuung der jungen Schwimmer*innen übernimmt in der Halle Johannes Baumann. Er ist als Erzieher in der sozialpädagogischen Familienhilfe im Stadtteil Mastbrook mit seiner Ausbildung als Rettungsschwimmer eine Idealbesetzung für dieses Projekt. „Der Erwerb des `Seepferdchens´ ist unseres Erachtens eine elementare Mindestbildungsanforderung“, erläutert er und führt aus, dass  „darüber hinaus auch die Phantasie beflügelt wird, Freizeit anders, vielfältiger zu gestalten.“ Im Stadtteil Mastbrook leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, einige Kinder kennen nur Mastbrook und die nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten im Eiderpark oder im Stadtteil Rotenhof.

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