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22.08.2019

Hauptamt stärkt Ehrenamt

... zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtages „Ehrenamt“ im Kreishaus in Rendsburg. 

Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und dem Sozialbereich sowie viele ehrenamtlich Engagierte aus dem gesamten Kreisgebiet waren einer Einladung der Kreisverwaltung und des Arbeitskreises für ehrenamtliches Engagement gefolgt.

Antje Wolff, Ehrenamtsbeauftragte der Brücke

Antje Wolff, Ehrenamtsbeauftrage der Brücke

„Ich will einfach nur meine ehrenamtliche Arbeit machen können, ohne mich um Finanz- oder Behördenprobleme kümmern zu müssen!“, so das leidenschaftliche Plädoyer einer ehrenamtlichen Helferin. Anlass der Veranstaltung im Kreistagssitzungssaal war das bevorstehende Auslaufen der Landesfinanzierung der kreisweiten Beratungsstellen für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe zum Ende des Jahres. In einer vorläufigen Bilanz der rund dreijährigen Arbeit stellte Huberta von Eberstein von der Brücke Rendsburg- Eckernförde fest, dass dort, wo soziale Netzwerke vor Ort schon vor 2015 aktiv waren, der Zustrom der Flüchtlinge besonders gut aufgefangen werden konnte.

Kreispräsidentin Dr. Juliane Rumpf

Kreispräsidentin Dr. Juliane Rumpf

In ihrem Grußwort betonte die Kreispräsidentin Dr. Juliane Rumpf, dass das Ehrenamt besonders auf dem Land sehr geschätzt wird. Es sei allerdings auch mit starken Veränderungen konfrontiert: mehr Projektarbeit, steigende Verantwortung und rechtliche Anforderungen an Funktionsträger oder etwa die knappen Zeitressourcen der Menschen seien beispielhaft für die aktuellen Herausforderungen. „Wir müssen etwas tun, um das Ehrenamt in unserem Kreis zu stärken und weiterhin attraktiv zu machen!“

Diesem Appell schlossen sich die ehrenamtlich Engagierten an und forderten eine Unterstützung über das Jahresende hinaus. Kommunikation untereinander, Austausch in Netzwerken, Kostenentlastung und öffentliche Anerkennung ihres Engagements seien für die Aufrechterhaltung des ehrenamtlichen  Einsatzes unerlässlich.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Sabine Willert vom Diakonischen Werk des Kreises eine Broschüre vor, in der die Beratungsstelle persönliche Berichte von ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und –helfern gesammelt hat. In sehr berührenden Interviews schildern darin die Menschen ihre Erfahrungen aus den Jahren 2015 bis heute. Die kostenfreie Broschüre ist beim Diakonischen Werk der Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde, Am Holstentor 16, 24768 Rendsburg erhältlich.