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20.12.2018

Teilhabe: Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Familie, Freundschaft

Regionales Netzwerks zur gesundheitlichen und sozialen Versorgung von Geflüchteten

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Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Familie, Freunde: All das gehört zu einem guten Leben. Bis zu 80% machen diese Faktoren beim Erhalt unserer Gesundheit aus, so die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Astrid Bodendieck auf der Auftaktveranstaltung zur Gründung eines „Regionalen Netzwerks zur gesundheitlichen und sozialen Versorgung von Geflüchteten im Kreis Rendsburg-Eckernförde“.

Mehr als 85 Fachleute kamen im Nordkolleg in Rendsburg zusammen, um sich über die Erfahrungen der letzten Jahre in der Unterstützung von Schutzsuchenden auszutauschen und Herausforderungen für die Zukunft zu benennen. Die Brücke Rendsburg-Eckernförde gehört gemeinsam mit der Koordinierungsstelle zur Integrationsorientierten Aufnahme von Geflüchteten im Kreis Rendsburg-Eckernförde, dem PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein, der Frauenberatungs-stelle !VIA und dem Diakonischen Werk zu den InitiatorInnen der Veranstaltung.

Huberta von Eberstein zeigte in einem Impulsvortrag auf, welche vielfältigen Erfahrungen in fast allen Fachbereichen der Brücke bereits gesammelt wurden. Sei es bei der Inobhutnahme und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, bei der Ambulanten Familienhilfe, im Familienzentrum im Stadtteilhaus Mastbrook, in allen zehn Kindertagesstätten und in der Schulbetreuung oder in Pilotprojekten in den Bereichen Behandlung und Arbeitsförderung. Vielfältige Gesundheitsstörungen auf physischer und psychischer Ebene wurden sichtbar, ebenso wie die Schwierigkeiten beim Umgang damit im hiesigen Gesundheitssystem.

VertreterInnen der Imland-Klinik in Rendsburg, des Zentrums für Integrative Psychotherapie in Kiel, niedergelassene ÄrztInnen, VertreterInnen der Krankenkassen sowie der Kommunalverwaltungen und zugewanderte Menschen aus verschiedenen Ländern diskutierten in neun verschiedenen Arbeitsschwerpunkten zu so unterschiedlichen Aspekten wie Therapie zu Dritt, Dolmetschen, Zugang zu Gesundheits-leistungen, Selbsthilfe, Vernetzung.

In einem waren sich alle einig: die höchste Hürde im Alltag bleibt die Sprache. Und Teilhabe - also Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Familie und Freundschaften sind unabdingbare Voraussetzungen  für eine gelungene Integration.

Das nächste Treffen des Netzwerkes findet am 6. März 2019 statt. Neue Mitwirkende sind herzlich willkommen.