23.02.2012
Interne Prüfung entwendeter Daten
Brücke-Verantwortliche sehen Mutwilligkeit
Wie die Landeszeitung in ihrer Ausgabe vom 23. Februar 2012 berichtet, liegt der Redaktion ein Ordner mit personenbezogenen Daten vor.
Dieser enthält zweifelsfrei die internen Vorgänge des Projektes „Frauenwege in den Beruf“, das von August 2005 bis Mitte 2006 von new start in Kiel-Mettenhof durchgeführt wurde. Nach Abschluss des Projektes sind die Daten in einem verschlossenen Bereich archiviert worden, der Gesetzgeber schreibt hierfür zehn Jahre vor, bevor sie endgültig vernichtet werden. Der Ordner entstammt einer Reihe von insgesamt drei Ordner, die anderen beiden Ordner fanden sich an Ort und Stelle vor.
„Seit dem Anruf der Landeszeitung, durch den wir erstmals von dem Vorfall erfuhren, klären wir intern und mit der ermittelnden Polizeibehörde, wie die Unterlagen aus dem Archiv verschwinden konnten,“ so Heike Rullmann, Geschäftsführerin der Brücke Rendsburg-Eckernförde e.V. „Wie auch immer der Ordner in unbefugte Hände gelangt ist, dies war mutwillig, und wir haben deshalb umgehend Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet“. Unverständlich bleibt, warum „der Finder“ den Ordner nicht an die Brücke zurückgegeben hat. Ein Zusammenhang mit dem REBUS-Datenleck besteht nicht. Zudem verpflichten sich alle Nutzerinnen und Nutzer in ihren Aufnahmeverträgen, zu allen bekannt gewordenen Personalangelegenheiten und allen geschäftlichen Vorgänge, die dem Datenschutz unterliegen, zur Verschwiegenheit.
new start gGmbH ist eine Tochtergesellschaft der Brücke, die Menschen mit Handicaps und sozialen Benachteiligungen Tagesstruktur und neue Wege in den Beruf bietet, u.a.
- niedrigschwellige Beschäftigungsangebote
- Arbeitsdiagnostik
- Beratung zur beruflicher Orientierung und zum Wiedereinstieg
- Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation und Eingliederung
Grundlage der Angebote sind die Sozialgesetzbücher II, III und XII.
